
Wie wollen wir in einer Welt leben, die sich ständig verändert? Welche Vorstellungen von Ordnung haben wir – und wie können wir selbst Einfluss auf unsere Gesellschaft und unsere Zukunft nehmen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich 17 Schüler*innen aus dem 10ten Jahrgang im Rahmen der Thementage „Reflexe & Reflexionen – Die große Unordnung“ der Berliner Festspiele. Jugendliche aus vier Berliner Schulen waren eingeladen, sich mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen auseinanderzusetzen, ihre eigenen Perspektiven einzubringen und neue Vorstellungen von Weltordnung künstlerisch zu gestalten. Begleitet von Künstlerinnen, Kunstpädagoginnen und unserer Sozialpädagogin Frau Weide setzten sich die Schüler*innen intensiv mit ihrer eigenen Position in einer Welt im Wandel auseinander. Dabei ging es nicht nur um die Frage, was sich verändern muss, sondern auch darum, welche Möglichkeiten der Mitbestimmung wir haben und wie ein anderes, gemeinschaftliches Zusammenleben aussehen
könnte.
Neben unserer Schule nahmen das OSZ Lotis, das Rosa-Luxemburg-Gymnasium und die Sportschule im Olympiapark Poelchau an dem Projekt teil. Die dabei entstandenen künstlerischen Arbeiten aller vier Schulen wurden vom 28. bis 30. August 2026 im Haus der Berliner Festspiele präsentiert und konnten dort von Besucher*innen entdeckt werden.
Die Thementage boten darüber hinaus ein vielfältiges Programm mit verschiedenen Panel Talks und Gesprächsrunden, die Raum für Diskussionen über gesellschaftliche Veränderungen, Zukunftsfragen und neue Perspektiven eröffneten. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch von Dr. Angela Merkel, die als Gastrednerin an den Thementagen teilnahm.
Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie Jugendliche gesellschaftliche Fragen aus ihrer eigenen Perspektive betrachten, kritisch hinterfragen und mit kreativen Ideen neue Denkanstöße geben können.Teilnehmende des Projekts: Eliot Kobler, Elvis Winkler, Salma Abdolfatah, Sheila Yadav, Ayman Khan, Bettina Abboud, Laura Haupt, Nelisiwe Nkosi, Martha Müller, Daniella Kamuli, Benjamin Stoikow, Peter Klußmann, Joseph Rose, Hannah Packham, Maya Fredrich, Mathilda Fach, Armani Banoba und Jonathan Lewenson Unsere Erfahrungen mit dem Audio-Projekt (geschrieben von Benjamin Stoikow) Das Projekt „Reflexe und Reflexion“, das von den Berliner Festspielen organisiert wurde, beschäftigte sich mit der Weltordnung und damit, wie wir unsere Welt und unsere Umgebung wahrnehmen und reflektieren. Das Audio-Projekt hat sich über das letzte und dieses Schuljahr erstreckt und hat uns als Gruppe sehr viel Spaß gemacht. Wir haben uns mit dem Thema Gewässer beschäftigt und dabei viele verschiedene Sachen ausprobiert. Begleitet wurde das Projekt von Frau Weide und zwei Künstlerinnen, die uns bei den Treffen unterstützt und angeleitet haben. Beide waren sehr nett, und haben zu einer netten Atmosphäre beigetragen. Insgesamt haben wir uns viermal getroffen. Einmal waren wir in der Floating University, einmal in einem Nachbarschaftszentrum und zweimal bei den Berliner Festspielen. Dort fand am Ende auch die Ausstellungseröffnung statt, bei der unsere Audioprojekte präsentiert wurden. Während des Projekts haben wir verschiedene Methoden ausprobiert. Zum Beispiel haben wir automatisches Schreiben gemacht. Dabei durfte man nicht aufhören zu schreiben, auch wenn einem gerade nichts eingefallen ist. So sind teilweise interessante Ideen entstanden, auf die wir sonst vielleicht nicht gekommen wären. Wir fanden es besonders schön, dass wir verschiedene Ideen ausprobieren und gemeinsam darüber sprechen konnten. Jeder konnte
seine eigenen Gedanken und Ideen einbringen, und es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich wir an das Thema Gewässer herangegangen sind. Dabei haben wir auch neue Erfahrungen mit kreativem Arbeiten und mit Audio gesammelt. Insgesamt war das Projekt für uns eine schöne und abwechslungsreiche Erfahrung. Wir hatten viel Spaß beim gemeinsamen Arbeiten, konnten neue Dinge ausprobieren und haben am Ende unsere Ergebnisse bei den Berliner Festspielen präsentieren können.