
Am 19., 20. und 22. Mai nahmen die Musik-Basiskurse von Frau Brauns und Herrn Fischer an einem Workshop teil, der sich mit dem Leben und Werk von Ruth Schönthal beschäftigte. Die deutsch-jüdische Komponistin Ruth Schönthal wurde in Berlin geboren und aufgrund ihrer besonderen Begabung bereits im Alter von fünf Jahren als Studentin am Stern’schen Konservatorium (heute Universität der Künste) aufgenommen.
Während der Zeit des Nationalsozialismus musste sie aus Deutschland fliehen, konnte sich aber später als international anerkannte Musikerin und Komponistin etablieren. Ihr Werk wurde stark von ihren persönlichen Erfahrungen geprägt und behandelt häufig Themen wie Freiheit, Frieden, Individualität und Widerstandskraft.Während des Workshops setzten wir uns auf interaktive und kreative Weise mit Schönthals Musik auseinander, wobei der Schwerpunkt besonders auf ungewöhnlicher Instrumentierung und unkonventionellen musikalischen Ausdrucksformen lag. Der Workshop wurde von den Musikerinnen Luisa Sereina Splett und Kathrin von Kieseritzky organisiert und geleitet. Die einzelnen Einheiten wurden sorgfältig strukturiert und führten uns sowohl in die historischen Hintergründe von Schönthals Leben als auch in die künstlerischen Ideen hinter ihren Werken ein. Durch Hörbeispiele, Diskussionen und praktische Übungen erhielten wir ein tieferes Verständnis für ihre Kompositionen sowie für die historischen und persönlichen Erfahrungen, die ihre künstlerische Stimme geprägt haben.Im Anschluss daran wurden wir gebeten, eigene Projekte zu entwickeln, die von Schönthals Leben und ihrer Botschaft inspiriert waren. Die Schülerinnen und Schüler konnten selbst entscheiden, in welcher Form sie ihre Ideen präsentieren wollten – zum Beispiel als Gedicht, Lied, Tagebucheintrag oder andere kreative Interpretation. Diese Beiträge wurden bei der Abschlusspräsentation am 22. Mai in der Aula den Schülerinnen und Schülern des zehnten Jahrgangs vorgestellt. Während jedes Projekt einzigartig war, spiegelten sie alle zentrale Themen aus Schönthals Werk wider, insbesondere Frieden, Freiheit, Hoffnung und Selbstentfaltung. Insgesamt bot der Workshop eine wertvolle Möglichkeit, Musik, Geschichte und Kreativität zu verbinden und sich auf persönliche und künstlerische Weise mit wichtigen Themen auseinanderzusetzen.